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Pressemitteilung 1/00

Mit Meisterprämie setzt das Land Niedersachsen wichtiges Signal

NHT-Vize-Präsident Gernot Schmidt erwartet flächendeckend positives Echo

Die Landesregierung unter Ministerpräsident Gabriel setze mit der Meisterprämie ein wichtiges Signal für viele junge Meisterinnen und Meister auf dem Weg in die Selbständigkeit. Das niedersächsische Handwerk verfüge über ein erhebliches Potential an jungen Meistern. In den letzten 10 Jahren seien von ca. 40.000 jungen Menschen die Meisterprüfung abgelegt worden. Jeder zweite mache sich im Laufe seines Lebens selbständig. Das präsentiere schon eine gute Quote. Doch diese Quote müsse noch besser werden, so Gernot Schmidt; Vizepräsident des Niedersächsischen Handwerktages (NHT).

Die Zahl der altersbedingt anstehenden Betriebsübergaben im Handwerk wachse in den nächsten Jahren auf nahezu 2000 pro Jahr an. Gleichzeitig sinke aus demographischen Gründen die Zahl der potentiellen Existenzgründer. Lt. Bundesamt für Statistik werde es 2010 in der Altersgruppe der 30-35jährigen ca. 1/3 weniger junge Menschen geben als noch 1997. Diese werde auch Auswirkungen auf das Existenzgründungsgeschehen im Handwerk haben.

Das Land Niedersachsen komme einem Anliegen des niedersächsischen Handwerks und auch den fundierten Ergebnissen einer Studie des Seminars für Handwerkswesen an der Universität Göttingen entgegen und setze damit wichtige Zeichen. Ca. 20.000 gut qualifzierte Meister könnten sich selbständig machen, tun dieses aber aus vielfach finanziellen Gründen nicht. Hier liege ein wichtiges Potential für den Erhalt und die Schaffung neuer Arbeitsplätze im Handwerk. Das Land Nordrhein-Westfalen haben mit der Meisterprämie, die dort 1995 eingeführt worden sei, sehr gute Erfahrungen gemacht. Dort seien ca. 24.000 Arbeits- und Ausbildungsplätze neu geschaffen oder in ihrem Bestand gesichert worden. Die Unterstützung des Existenzgründungs- und des Übernahmegeschehens im Handwerk wirke sich somit unmittelbar positiv auf die Beschäftigungs- und Ausbildungssituation vor Ort, in Niedersachsen aus. Dieses werde flächendeckend ein positives Echo finden, betont Schmidt.

Hannover, 22.02.00