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Unter dem Motto "Mehr Netto, weniger Belastung und mehr Aufträge" zog NHT-Präsident Karl-Heinz Bley im Rahmen des traditionellen handwerkspolitischen Aschermittwochs am 06.02.2008 Bilanz zu den wichtigsten Themen des niedersächsischen Handwerks. Bley wies einleitend darauf hin, dass konjunkturelle Bremsspuren inzwischen auch viele Handwerksbetriebe aufweisen würden. Insbesondere verunsicherte Verbraucher übten sich inzwischen wieder mit Kauf- und Auftragszurückhaltung. Geschehe nichts, könne von einem nur sehr kurzen Aufschwung gesprochen werden. Er erwarte daher konkrete Aktivitäten im Land und auf Bundesebene über den Bundesrat für eine binnenmarktorientierte Konjunkturerholung von der neuen niedersächsischen Landesregierung. Mehr Netto müsse das Gebot der Stunde sein. Die Menschen müssten mehr Geld im Portemonnaie haben. Dies sei insbesondere über eine spürbare Entlastung der Verbrauchereinkommen von öffentlichen Abgaben und Steuern möglich. Darüber hinaus müsste eine aktive Wirtschaftspolitik gemacht werden, die zu mehr Aufträgen führt. Konkret gehörten folgende Maßnahmen dazu:
Neben konjunkturellen Maßnahmen würden die Betriebe, so Karl-Heinz Bley, auch neue Weichenstellungen in der Bildungspolitik von der neuen Landesregierung erwarten. Mehr Qualität im Bildungsbereich müsse das Ziel der nächsten Jahre sein. Dazu gehörte vorrangig die Aufwertung gewerblich-technischer Berufe und eine stärkere Fokussierung auf eine Berufsorientierung. Insbesondere der Realschulbereich weise deutlichen Handlungsbedarf bei diesen Punkten aus. Nur so könne letztlich erreicht werden, das gute Ergebnis an neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen Ende 2007 auch in 2008 aufrecht zu erhalten. So hätten die niedersächsischen Handwerkskammern insgesamt 19.412 neue Verträge Ende letzten Jahres registrieren können. Dies bedeute ein deutliches Plus von 7,2 % gegenüber dem Vorjahreswert.
Hannover, 06.02.2008