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"Es geht aufwärts im Handwerk! Die Stimmung im niedersächsischen Handwerk ist ausgesprochen gut!", betont Karl-Heinz Bley, Präsident des niedersächsischen Handwerkstages (NHT) im Rahmen der traditionellen Aschermittwochpressekonferenz des Handwerks in Hannover. In einer Blitzumfrage des NHT, an der sich 850 Handwerksbetriebe aus Niedersachsen beteiligten, bewerteten im Februar knapp 90 % der Unternehmen ihre Lage mit "gut" oder "befriedigend", nur 10 % zeigten sich unzufrieden. Der Optimismus im Handwerk wächst wieder. 85 % der befragten Betriebe sind überzeugt, dass das erste Halbjahr 2011 zumindest Stabilität, darunter 13 % sogar eine weitere Verbesserung bringen wird. Vor diesem Hintergrund planen drei Viertel der Betriebe, ihre Beschäftigtenzahl stabil zu halten, 15 % sehen Neueinstellungen vor und nur knapp 10 % der Betriebe rechnen mit leichten Rückgängen. Einen deutlichen Personalabbau meldeten für das erste Halbjahr von 850 Betrieben nicht einmal eine "Handvoll" Betriebe.
Den Einschätzungen der befragten Betriebe zur Folge, verschärft sich dabei die Problematik um die Fachkräftegewinnung zunehmend. Mehr als jeder dritte Betrieb sieht hierin heute bereits eine Herausforderung für die Zukunft. "Dieses könnte sich als die Wachstumsbremse schlechthin entwickeln und steht bei den Handwerksbetrieben als Herausforderung der Zukunft bereits an dritter Stelle", betont Bley. Noch rangiert - wenn auch im Zuge der Konjunkturerwärmung entschärft - an erster Stelle der größten Herausforderungen das Thema bürokratische Belastungen und an zweiter Stelle die Belastungen über die Sozial- und Steuerabgaben. Deutliche Rückgänge zeigen sich im Bereich der Schwarzarbeit. Entgegen den Vermutungen des Bundesrechnungshofes führen viele Betriebe den Rückgang auch auf den Steuerbonus zurück.
Auch auf der Finanzierungsseite zeigt sich eine deutliche Entspannung. Die Kreditbeschaffung wird nur noch in knapp 12 % der Betriebe als Herausforderung gesehen. Geblieben ist in vielen Betrieben aber der Ärger über die zu hohen Kontokorrentzinsen. "An dieser Stelle ist die Kreditwirtschaft aufgefordert nun endlich nachzugeben", betont Bley.
Besorgt zeigte sich der Handwerkspräsident darüber, dass ca. zwei Drittel der Betriebe in der Umfrage bereits heute einen Rückgang bei den Bewerberzahlen für Ausbildungsplätze beobachten. Dieser Wert liegt bereits 10 Prozent höher als noch im vergangenen Jahr. Vor diesem Hintergrund konnte knapp ein Drittel der Betriebe seine Ausbildungsplätze nicht besetzen. Dabei war auch die mangelnde Ausbildungsreife ein Problem, das von den meisten der Betriebe kritisiert wurde. Das Handwerk fordert aus diesem Grund:
Hannover, 09.03.2011