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Pressemitteilung 02/06

100 Tage neue Bundesregierung - 100 Tage Optimismus im Handwerk
Schwung für notwendige Reformen nutzen

Es geht wieder aufwärts im niedersächsischen Handwerk. So lautet die gute Botschaft von NHT-Präsident Kurt Rehkopf anlässlich der 100-Tage-Bilanz der Schwarz-Roten-Bundesregierung am heutigen Aschermittwoch.

Optimismus, Zuversicht und in vielen Bereichen eine deutlich gestiegene Nachfrage nach handwerklichen Produkten und Dienstleistungen kennzeichne die Situation bei den Betrieben. Insbesondere das Bauhauptgewerbe, die Investitionshandwerke und die Nahrungsmittelhandwerke profitierten von diesem Aufwärtstrend. Zudem rechne er damit, dass sich auch die wirtschaftliche Situation im Kfz-Handwerk nach oben bewege, sobald das Wetter besser werde und die Autobesitzer sich auf das Frühjahr und Sommer vorbereiteten. Stimulierende Impulse erwarte er auch im Bereich der energetischen Sanierung von Gebäuden. Die immer weiter gestiegenen Energiepreise und die von der Bundesregierung jüngst verbesserten Förderkonditionen der KfW-Gebäudeprogramme trügen entscheidend dazu bei, dass das Ausbauhandwerk auf eine günstige wirtschaftliche Entwicklung "bauen" könne.

Wirtschaft sei, so Präsident Rehkopf, zu einem Großteil auch Psychologie. Er hoffe deshalb, dass die negativen Konsumnachwehen der Euro-Einführung und die unsägliche Geiz-ist-Geil-Welle, die für viele arbeitslose Handwerker gesorgt haben, nun endgültig abgeklungen seien. Es gelte, nach vorne zu schauen und mit den Reformen nicht stehen zu bleiben. Im Vordergrund der deutschen Wirtschaftspolitik müssten, so Rehkopf, weitere stimulierende Maßnahmen zur Ankurbelung der Binnenkonjunktur stehen. Dazu gehörten eine schnelle gesetzgeberische Umsetzung der politischen Ankündigung der Absetzbarkeit von Handwerkerrechnungen, ein in sich schlüssiges Unternehmenssteuerkonzept, das Kapitalgesellschaften und Personengesellschaften gleichermaßen entlaste, die Senkung der Lohnzusatzkosten im Rahmen einer umfassenden Reform der Sozialversicherungssystems genauso wie die Einführung eines reduzierten Mehrwertsteuersatzes.

"Man muss das Eisen schmieden, so lange das Feuer noch heiß ist." Dieser handwerkliche Grundsatz gelte auch für eine gute Politik. Bedenkenträger dürften nicht vorgeben, was zu geschehen habe. Deshalb wünsche er sich mehr politischen Mut bei der Einführung eines solchen reduzierten Steuersatzes. Andere Länder, wie z. B. Frankreich, hätten bereits vor Jahren vorgemacht, wie dies erfolgreich umgesetzt werden kann. Rehkopf fordert die Bundesregierung auf, diese einmalige Chance nicht aus der Hand zu geben.

Hannover, 01.03.2006.2006