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Pressemitteilung 02/07

Konjunkturlokomotive unter Dampf - Handwerk sieht Chance für nachhaltigen Aufschwung

"Die Konjunkturlokomotive hat Fahrt aufgenommen und endlich auch die Binnenwirtschaft erreicht." Mit diesen Worten kennzeichnete heute NHT-Präsident Kurt Rehkopf im Rahmen des handwerkspolitischen Aschermittwochs die gegenwärtige Lage im Handwerk. Mit einer Umsatzsteigerung von 4 bis 5 % und einer Zunahme bei abgeschlossenen Ausbildungsverträgen um fast 5 % sei das Jahr 2006 das erfolgreichste seit 10 Jahren gewesen. Die Mehrwertsteuererhöhung hinterlasse zwar gegenwärtig negative Spuren im Handwerk. Dennoch gebe es berechtigte Hoffnungen, mit den richtigen Weichenstellungen durch die Politik zu einem nachhaltigen Aufschwung im Handwerk zu kommen.

Positiv zu bewerten seien die Konzepte der Bundesregierung für eine Unternehmenssteuer- und Erbschaftssteuerreform. Allerdings habe das Handwerk zu beiden Reformwerken noch konkrete Verbesserungsvorschläge eingebracht, die gegenwärtig im Gesetzgebungsverfahren geprüft würden. Positiv habe sich auch der 2006 eingeführte Steuerbonus bewährt, der es Privathaushalten erlaube, Erhaltungs-, Modernisierungs-, und Renovierungsmaßnahmen an Gebäuden im Umfang von 600 Euro pro Jahr steuerlich geltend zu machen. Das Handwerk schlage hier eine Erhöhung dieses Bonus auf 1.000 Euro im Jahr vor, um die Schwarzarbeit weiter zurück zu drängen.

Auch die Niedersächsische Landesregierung habe insbesondere auf den Feldern Haushaltskonsolidierung, Innovationspolitik und Stärkung der Ausbildungsfähigkeit von Haupt- und Realschülern positive Aspekte beigetragen, die das Vertrauen der Betriebe gestärkt und den Aufschwung unterstützt hätten.

Als wesentliche Prellböcke auf dem Wege zu einer Verstetigung des Aufschwung nannte Präsident Rehkopf die nach wie vor zu hohen Lohnzusatzkosten. Die Bundesregierung habe sich offenbar von dem Ziel verabschiedet, diese deutlich unter 40 % zu senken. Insbesondere die Gesundheitsreform werden in den kommenden Jahren zu einer weiteren Erhöhung der Lohnzusatzkosten beitragen. Weitere Prellböcke für die Konjunkturlokomotive seien Überlegungen zur Einführung gesetzlicher Mindestlöhne, eines 3. Arbeitsmarktes sowie einer Verschulung der erfolgreichen dualen Berufsausbildung.

Insgesamt blicke das Handwerk aber mit großem Optimismus auf das Jahr 2007.

Hannover, 21.02.2007