![]() |
Aktuell |
Auf der heutigen Mitgliederversammlung des Niedersächsischen
Handwerkstages (NHT) haben die Vertreter von Kammern und Verbänden den
Bäcker- und Konditormeister Kurt Rehkopf einstimmig als Vorsitzenden der
Landesvertretung des niedersächsischen Handwerks wieder gewählt.
Auf dieser Versammlung kritisierten die anwesenden Präsidenten und
Landesinnungsmeister einhellig die mittelstandsfeindliche Wirtschafts- und
Finanzpolitik der Bundesregierung. Diese reagiere hilflos gegenüber der
größten Wirtschaftskrise des Handwerks seit dem 2. Weltkrieg und
verschlechtere die Rahmenbedingungen durch Steuererhöhungen, Verteuerung
der Lohnzusatzkosten und eine wachsende Staatsverschuldung zusätzlich. Nur
durch tiefgreifende Reformen insbesondere der Sozialversicherungssysteme werde
es möglich sein, die Lohnzusatzkosten zu senken und dadurch zu einer
nachhaltigen Entlastung der Kosten des Faktors Arbeit zu kommen.
Auf
einhellige Kritik stießen die ständigen undifferenzierten Angriffe
gegen den großen Befähigungsnachweis im Handwerk. Es zeuge von der
Konzeptionslosigkeit der Politik, anstatt die wirklichen Gründe steigender
Arbeitslosigkeit anzupacken, für Fehlentwicklungen den Meisterbrief im
Handwerk verantwortlich zu machen. Dieser verhindere keine Arbeitsplätze,
sondern sei eine wesentliche Voraussetzung handwerklicher Qualität und
habe den wirtschaftlichen Aufschwung der Bundesrepublik Deutschland in
vergangenen Jahrzehnten erst möglich gemacht.
Präsident
Rehkopf kündigte an, den konsequenten handwerkspolitischen Kurs des
Niedersächsischen Handwerkstages der vergangenen Jahre auch künftig
fortzuführen. Dieser sei durch die erfolgreiche Handwerkerdemonstration am
24. Januar nachdrücklich bestätigt worden. Der CDU/FDP
Landesregierung bescheinigt er einen guten Start und drückte die Erwartung
aus, dass diesem nun mutige Schritte für Reformen und eine erfolgreiche
Mittelstandspolitik folgen.
Hannover, 10.03.2003