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Im Rahmen eines Antrittsbesuches bei Wirtschaftsminister Walter
Hirche trugen Repräsentanten des Niedersächsischen Handwerkstages
(NHT) die Erwartungen des Handwerks an die Wirtschaftspolitik der neuen
Landesregierung vor. Präsident Kurt Rehkopf, Vizepräsident Gernot
Schmidt und Hauptgeschäftsführer Michael Koch zeigten sich befriedigt
darüber, dass Minister Hirche allen Steuererhöhungsplänen der
Bundesregierung eine klare Absage erteilt. Die neue Niedersächsische
Landesregierung werde im Bundesrat keine Steuererhöhungen mittragen.
Die Gesprächsteilnehmer stimmten in der Beurteilung überein,
dass die Sanierung der Sozialversicherungssysteme und die damit verbundene
Senkung der Lohnzusatzkosten ganz besondere Bedeutung für den besonders
arbeitsintensiven Wirtschaftsbereich Handwerk habe. Die neue Landesregierung
unterstütze deshalb, so Minister Hirche, eine grundlegende
Gesundheitsreform, die auf mehr Eigenvorsorge setze, sowie die Vorschläge
des Handwerks für eine Reduzierung der Mehrwertsteuer für
arbeitsintensive Dienstleistungen und die steuerliche Absetzbarkeit von
Handwerkerrechnungen.
Als schädlich bezeichnet Wirtschaftsminister
Hirche die andauernde Diskussion um die Zukunft des großen
Befähigungsnachweises im Handwerk. Dieser sei unverzichtbarer Bestandteil
handwerklicher Qualität und dürfe von den sogenannten Reformern nicht
unnötig in Frage gestellt werden. Sein Wegfall hätte auch gravierend
negative Auswirkungen für das Berufsausbildungssystem. Hirche ermunterte
das Handwerk, den Großen Befähigungsnachweis offensiver zu vertreten
und innerhalb Europas stärker für dieses bewährte
Zertifizierungssystem zu werben.
Minister Hirche betonte noch einmal
die Absicht der Landesregierung, durch die Wirtschaftspolitik der kommenden
Jahre besonders Handwerk und Mittelstand zu stärken. Die bilateralen
Gespräche zwischen Wirtschaftsministerium und niedersächsischem
Handwerk sollen regelmäßig fortgesetzt werden. die Absicht der
Landesregierung, durch die Wirtschaftspolitik der kommenden Jahre besonders
Handwerk und Mittelstand zu stärken. Die bilateralen Gespräche
zwischen Wirtschaftsministerium und niedersäch-sischem Handwerk sollen
regelmäßig fortgesetzt werden.
Hannover, 13.03.2003