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Pressemitteilung 04/06

Handwerk ehrt die besten Gesellinnen und Gesellen des Jahrgangs 2006
Ausbildungsquote deutlich über Bundesdurchschnitt

Im Rahmen einer Feierstunde am Donnerstag, 02. November 2006, fand im Braunschweiger Dom die Auszeichnung der diesjährigen 65 Landessiegerinnen und Landessieger im Praktischen Leistungswettbewerb der Handwerksjugend in Niedersachsen statt. Dabei wurden 23 Gesellinnen und 42 Gesellen aus unterschiedlichen Berufsgruppen des niedersächsischen Handwerks für ihre hervorragenden Leistungen ausgezeichnet.

In seiner Begrüßungsansprache beglückwünschte der Präsident der Vereinigung der Handwerkskammern Niedersachsen (VHN), Gernot Schmidt, die Landessiegerinnen und Landessieger zu ihrem großartigen Erfolg, der auf mehreren Säulen beruhe. Die wichtigsten seien Fleiß, Ausdauer, Geschick und persönliches Engagement. Die 65 Landessiegerinnen und Landessieger sind die Besten ihres Jahrganges von insgesamt 14.000 bestandenen Gesellenprüfungen im niedersächsischen Handwerk. Dies unterstreiche die Bedeutung der Leistungen dieser jungen Menschen.

Eine weitere Säule des Erfolges sei das Engagement der Ausbildungsbetriebe. Dieses Engagement habe dafür gesorgt, dass der handwerkliche Bildungsbereich in den vielen Kapiteln der niedersächsischen Landesgeschichte von 1946 an einen ganz besonderen Stellenwert eingenommen habe. Dafür ständen seit 1949 ca. 1,2 Mio. bestandene Gesellenprüfungen und 210.000 bestandene Meisterprüfungen. Viele gut ausgebildete Handwerksgesellinnen und -gesellen hätten zudem mit ihrem beruflichen Wechsel zu Industriefirmen wie VW, Conti oder Karmann dazu beigetragen, den Wirtschaftsstandort Niedersachsen zu stärken. Auch heute leiste das Handwerk mit seinen Ausbildungsbetrieben einen unverzichtbaren Beitrag, wenn es darum gehe, jungen Menschen eine berufliche Perspektive zu verschaffen. Das Ausbildungsniveau im Handwerk sei auch in diesem Jahr auf hohem Niveau erhalten geblieben. Die Ausbildungsquote liege mit 11,8 % im bundesweiten Vergleich in der Spitzengruppe (Bund: 9,9 %). Dies sei für Niedersachsen und seine Bewohner und vor allem für die jungen Menschen eine gute Botschaft.

Schmidt erinnerte daran, dass die Unternehmer in vielen Fällen darüber hinaus ehrenamtlich in Prüfungsausschüssen oder anderen Gremien von Kammern, Innungen, Kreishandwerkerschaften und Verbänden mitarbeiten würden. Müssten diese Aufgaben durch das Land übernommen werden, hätte der Finanzminister allein im Bildungsbereich mindestens 20 Mio. zusätzlich in den Haushalt einzustellen. Deshalb sei das Ehrenamt für Niedersachsen unverzichtbar und auch für die Zukunft ein Erfolgsmodell.

An die Landessiegerinnen und Landessieger gewandt, appellierte Präsident Schmidt, in die Fußstapfen ihrer Ausbildungsbetriebe zu treten. Sie sollten sich durch wenig zielführende öffentliche Diskussionen und die oft anzutreffende Perspektivlosigkeit der Verantwortlichen nicht verunsichern lassen. Das Gebot der Stunde sei vielmehr, alle sich bietenden Chancen zu ergreifen und damit für sich aber auch für Niedersachsen und Deutschland eine solide wirtschaftliche Grundlage zu legen. Als Landessiegerinnen oder Landessieger besitze man dafür viele Chancen.

Hannover, 02.11.2006