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Pressemitteilung 5/00

"Ganzheitliches Mittelstandskonzept" erhält gute Noten

- Arbeitsgemeinschaft Mittelstand Niedersachsen zieht positive Bilanz

Das Ganzheitliche Mittelstandskonzept sei das Erfolgsrezept des Mittelstandes in der Zusammenarbeit mit der Landesregierung in Niedersachsen, betont Kurt Rehkopf, Präsident des Niedersächsischen Handwerkstages (NHT) im Namen aller beteiligten Mittelstandsvertretungen Niedersachsens im Rahmen einer Pressekonferenz im Gästehaus der Landesregierung am 14.3.2000. Natürlich habe man im Rahmen eines solchen Konzeptes nicht alles vereinbaren können, was sich der Mittelstand in Niedersachsen an Verbesserungen habe vorstellen können. Viele der gemeinsam mit der Landesregierung vereinbarten 50 Punkte wären aber wohl mittelständische Wunschträume geblieben, gebe es das Ganzheitliche Mittelstandskonzept nicht. So sei beispielsweise die Bildungsinitiative zur Verbesserung des unternehmerischen Klimas in den Schulen lobenswert. In mehreren niedersächsischen Schulen sei das DIW-Projekt: "Schüler als Miniunternehmer" eingeführt und mehr Verständnis und Begeisterung für unternehmerisches Engagement geweckt worden. Die Verstärkung des Anteils des Faches "Arbeit, Wirtschaft, Technik" (AWT) verbessere das Verständnis für die Wirtschaft insgesamt und für neue technologische Entwicklungen. Durch die Einführung einer neugestalteten Innovationsförderung sei es der Landesregierung beispielsweise gelungen - und das sei sehr selten in der großbetrieblich ausgerichteten Innovationsförderung - auch die ganz kleinen innovativen Handwerksunternehmen zu erreichen. Dabei sei man vom Erfolg dieser Maßnahme überrascht worden. Auch das Sonderprogramm für mehr Beteiligungen im Mittelstand bei der Mittelständischen Bürgschaftsbank, welches seit Anfang 1999 laufe, zeige erste zarte Früchte. Der häufig als beteiligungsscheu eingestufte Mittelstand müsse über die Schaffung mittelstandsgerechter Konditionen für diese Form der Kapitalbeschaffung gewonnen werden. Das Land befinde sich mit diesem Programm ebenfalls auf dem richtigen Weg.

Neben den vielen, positiv zu bewertenden Punkten, gebe es aber noch immer einige, über die Land und der Mittelstand noch sprechen müsste. Unzufriedenheit gebe es bisher noch vor allem mit der Arbeitsmarktförderung und der Einbeziehung der Mittelstandsvertretung im Rahmen ihrer Ausgestaltung, dem Stand der Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen und der Schaffung von weiteren Vollzugs- und Überwachungserleichterungen bei der Teilnahme am Öko-Audit. Auch sei die Berücksichtigung des 5 Punkte Sofortprogramms des niedersächsischen Handwerks im Rahmen des angekündigten Klimaschutzaktionsplans bisher noch nicht erkennbar. Auf der Bundesebene erwarte der Mittelstand vom Land seinen Einsatz für eine mittelstandsgerechte Unternehmenssteuerreform weiter zu intensivieren und mehr Initiativen zur Senkung der sehr belastenden Personalzusatzkosten durch die Umstrukturierung und Überprüfung des Leistungskatalogs, durch die Bekämpfung des Sozialmißbrauchs und die Umfinanzierung versicherungsfremder Leistungen zu starten.

Das Angebot der Landesregierung, weiter am Ganzheitlichen Mittelstandskonzept mitzuarbeiten, nehme die Arbeitsgemeinschaft Mittelstand Niedersachsen gerne an. Es sei eine Herausforderung, mittelstandsfreundliche Rahmenbedingungen zu schaffen, denn es gebe viel zu tun. Das Ganzheitliche Mittelstandskonzept habe gezeigt, dass sich die Mühen lohnen und das Land bisher einen guten Einsatz geleistet habe.

Hannover, 14.03.00