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Pressemitteilung 05/01

Initiative "Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeister ins Parlament" vorgestellt

Der Niedersächsische Handwerkstag hat heute im Landtag sechs Kandidatinnen und Kandidaten des Handwerks vorgestellt, die sich vorgenommen haben, für die demokratischen Parteien zur Landtagswahl im Jahre 2003 als Kandidaten anzutreten und in den Landtag einzuziehen. Für den Präsidenten des Niedersächsischen Handwerkstages, Kurt Rehkopf, ist es ein sehr positives Ergebnis, dass sich Handwerkerinnen und Handwerker für CDU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen engagieren und im Landtag mitarbeiten wollen. Die Volksvertretung sei das wichtigste politische Entscheidungsgremium. Dort würden Gesetze einbracht, beraten und verabschiedet. Deshalb sei es erforderlich, dass der Sachverstand und der Erfahrungsschatz selbständiger Unternehmerinnen und Unternehmer des Mittelstandes frühzeitig in solche Gesetzgebungsverfahren eingebracht würden. Dies sei zur Zeit nicht ausreichend gewährleistet. Zahlreiche Gesetzgebungsverfahren seien Beweis dafür, wohin diese Defizite führen. So sei z. B. die Unternehmenssteuerreform in ihrer ursprünglichen Fassung geradezu eine Reform gegen den Mittelstand gewesen und erst mühsam durch die Beteiligung der Verbände nachgebessert worden. Ähnliches gilt auch für die sogenannte Ökosteuer, die eine besonders mittelstandsfeindliche Ausgestaltung habe, was bis heute nicht korrigiert worden sei. Auch der zur Zeit in Niedersachsen diskutierten Bildungsreform täte es sicher gut, wenn bei den entscheidenden Diskussionen und Abstimmungen im Landtag mehr selbständige Unternehmer vertreten wären und nicht so viele Lehrer und andere Vertreter des öffentlichen Dienstes.

Präsident Rehkopf zeigte sich erfreut über die ersten positiven Reaktionen der politischen Parteien auf die Initiative des NHT. Für das Handwerk komme es jetzt darauf an, dass die Kandidaturen auch wirklich ernst genommen und von den Parteien unterstützt würden. Entscheidend für das Handwerk sei, ob aus Kandidaten des Handwerk auch Kandidaten der Parteien würden. Das entscheide sich in den nächsten Monaten.

Hannover, 09.05.2001