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Aktuell |
Mit großer Sorge verfolgt der Niedersächsische Handwerkstag die arbeitsmarktpolitische Entwicklung in Deutschland. Ein fairer Wettbewerb ist durch die hohen Lohn- und Lohnzusatzkosten in Deutschland kaum noch möglich. Dumping bei Löhnen, Sozial- und Qualitätsstandards ist an der Tagesordnung. Diese Entwicklung wird noch verschärft durch die Diskussion um die geplante EU-Dienstleistungsrichtlinie. Durch die dort vorgesehene Einführung des Herkunftslandprinzips sowie durch die Möglichkeit für Drittstaatenangehörige, auch in Deutschland ohne weitere Kontrollen zu arbeiten, wird sich diese Entwicklung verschärfen. Das Handwerk rechnet mit noch mehr Arbeitslosen und dem Fortfall von Ausbildungsplätzen gerade im arbeitsintensiven Handwerk.
Vor dem Hintergrund dieser sich abzeichnenden Entwicklung fordert der Niedersächsische Handwerkstag die Politiker aller Parteien und Fraktionen auf, sich für eine grundlegende Überarbeitung dieser geplanten EU-Dienstleistungsrichtlinie einzusetzen. Im Mittelpunkt dieser Überarbeitung müssen folgende Ziele stehen:
Hannover, 02.05.2005