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Pressemitteilung 05/06

Handwerk zum Jahreswechsel: Mit Elan in das neue Jahr
Aufträge schaffen erstmals wieder Arbeitsplätze in Niedersachsen

Die Handwerkskonjunktur hat im Jahr 2006 erheblich an Fahrt gewonnen. Der Wirtschaftsbereich geht mit einem großen Elan in das Jahr 2007. Treibende Kräfte waren im Handwerk neben der allgemeinen konjunkturellen Belebung auch die Förderung zur energetischen Gebäudesanierung, die günstigeren Abschreibungsmöglichkeiten sowie der Steuerbonus für Erhaltungs-, Modernisierungs- und Renovierungsaufwendungen, betont Kurt Rehkopf, Präsident des Niedersächsischen Handwerkstages (NHT), in seiner Jahresbilanz 2006. In den Sommer- Herbstmonaten haben diese gesamtwirtschaftlich positiven Rahmenbedingungen im niedersächsischen Handwerk zu einem Beschäftigungsplus von - vorsichtig geschätzt - bis zu 5000 Arbeitsplätzen geführt. "Handwerk schafft Arbeitsplätze hier am Standort Niedersachsen, wenn die Nachfrage und die Auftragslage stimmt!", so der Handwerkspräsident. Arbeitsmarktpolitisch habe gerade die Stärkung der Binnenwirtschaft eine außerordentliche hohe Bedeutung.

Noch aber stehe die Binnenwirtschaft nicht auf festem Boden! Speziell mit Blick auf die privaten Nachfrage sei abzuwarten, wie 2007 nicht nur die Mehrwertsteuererhöhung, sondern auch die Erhöhung der Versicherungssteuer, die Kürzung des Sparerfreibetrags oder auch die Reduzierung der Entfernungspauschale wirken werden. Auch die Arbeitskosten seien angesichts der Entwicklung der Sozialversicherungsbeiträge ein Unsicherheitsfaktor. Sinkenden Arbeitslosenbeiträgen stünden steigende Renten- und Krankenkassenbeiträge gegenüber.

Rehkopf betont, dass die Bundesregierung ihre Spielräume für eine weitere Stärkung des Konjunkturauftriebs nutzen sollte, z.B. über eine Erhöhung und Ausweitung der steuerlichen Absetzbarkeit von Handwerksleistungen. Auf diesem Weg könnte gezielt der zu erwartenden Abschwächung der privaten Nachfrage entgegengewirkt werden. Zudem dürfe die Bundesregierung grundsätzlich das Ziel einer nachhaltigen Senkung der Sozialversicherungsbeiträge nicht aus den Augen verlieren. Mit der für den 1.1.2008 avisierten Steuerreform zeichneten sich Lichtblicke für Mittelstand und Handwerk ab.

Hannover, 28.12.2006