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Aktuell |
Die Handwerkskonjunktur hat im Jahr 2006 erheblich an Fahrt
gewonnen. Der Wirtschaftsbereich geht mit einem großen Elan in das Jahr
2007. Treibende Kräfte waren im Handwerk neben der allgemeinen
konjunkturellen Belebung auch die Förderung zur energetischen
Gebäudesanierung, die günstigeren Abschreibungsmöglichkeiten
sowie der Steuerbonus für Erhaltungs-, Modernisierungs- und
Renovierungsaufwendungen, betont Kurt Rehkopf, Präsident des
Niedersächsischen Handwerkstages (NHT), in seiner Jahresbilanz 2006.
In den Sommer- Herbstmonaten haben diese gesamtwirtschaftlich positiven
Rahmenbedingungen im niedersächsischen Handwerk zu einem
Beschäftigungsplus von - vorsichtig geschätzt - bis zu 5000
Arbeitsplätzen geführt. "Handwerk schafft Arbeitsplätze hier am
Standort Niedersachsen, wenn die Nachfrage und die Auftragslage stimmt!", so
der Handwerkspräsident. Arbeitsmarktpolitisch habe gerade die
Stärkung der Binnenwirtschaft eine außerordentliche hohe Bedeutung.
Noch aber stehe die Binnenwirtschaft nicht auf festem Boden! Speziell
mit Blick auf die privaten Nachfrage sei abzuwarten, wie 2007 nicht nur die
Mehrwertsteuererhöhung, sondern auch die Erhöhung der
Versicherungssteuer, die Kürzung des Sparerfreibetrags oder auch die
Reduzierung der Entfernungspauschale wirken werden. Auch die Arbeitskosten
seien angesichts der Entwicklung der Sozialversicherungsbeiträge ein
Unsicherheitsfaktor. Sinkenden Arbeitslosenbeiträgen stünden
steigende Renten- und Krankenkassenbeiträge gegenüber.
Rehkopf betont, dass die Bundesregierung ihre Spielräume für
eine weitere Stärkung des Konjunkturauftriebs nutzen sollte, z.B.
über eine Erhöhung und Ausweitung der steuerlichen Absetzbarkeit von
Handwerksleistungen. Auf diesem Weg könnte gezielt der zu erwartenden
Abschwächung der privaten Nachfrage entgegengewirkt werden. Zudem
dürfe die Bundesregierung grundsätzlich das Ziel einer nachhaltigen
Senkung der Sozialversicherungsbeiträge nicht aus den Augen verlieren. Mit
der für den 1.1.2008 avisierten Steuerreform zeichneten sich Lichtblicke
für Mittelstand und Handwerk ab.
Hannover, 28.12.2006