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Pressemitteilung 08/01
Sekundarschule wird nicht Regelschule
Anlässlich
einer Besprechung von Ministerpräsident Gabriel und Kultusministerin
Jürgens-Pieper mit Vertretern des Niedersächsischen Handwerks unter
Leitung von NHT-Präsident Kurt Rehkopf wurde in wichtigen Fragen der
laufenden Schulstruktur-debatte Übereinstimmung erzielt.
Für
die Handwerksvertreter war ein besonders erfreuliches Ergebnis dieser
Besprechung die Zusage von Ministerpräsident Gabriel und Kultusministerin
Jürgens-Pieper, auf die Einführung sogenannter Sekundarschulen als
Regelschulen zu verzichten. Die ursprüngliche Absicht der Landesregierung,
diese Schulform zur Regelschulform zu machen, war auf Vorbehalte im Handwerk
gestoßen.
Die Gesprächsteilnehmer waren sich einig darin,
dass eine stärkere Zusammenarbeit aller Schulformen, insbesondere von
Hauptschulen und Realschulen, in der Zukunft unabdingbar sei. Die jeweiligen
Abschlussprofile dieser Schulformen müssten jedoch in jedem Fall erhalten
bleiben. Die Handwerksvertreter unterstützten das Vorhaben der
Landesregierung, zur Erhaltung und Stabilisierung schwächer werdender
Schulstandorte die kooperative Haupt- und Realschule personell und inhaltlich
zu stärken und als zusätzliche Regelschule neben den traditionellen
Angeboten einzuführen. Auch die Absicht der Landesregierung, eine
umfangreichere Ganztagsbeschulung einzuführen, wurde von den
Handwerksvertretern unterstützt. Dabei komme es aber darauf an, einen
stärkeren Praxisbezug in allen Schulformen sicherzustellen. Dazu werde es
auch erforderlich sein, in stärkerem Umfang als bisher, Vertretern der
Wirtschaft in den Nachmittagsstunden die Türen zu den Klassenzimmern zu
öffnen. Das Handwerk habe Interesse an dieser Form der Zusammenarbeit und
biete seine Unterstützung ausdrücklich an.
Hannover, 08.06.2001