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"Das ist kein großer Wurf", so kommentierte heute
NHT-Präsident Kurt Rehkopf die Verabschiedung des neuen Schulgesetzes
durch den Niedersächsischen Landtag. Zwar werde mit der Abschaffung der
selbständigen Orientierungsstufe die richtige Konsequenz aus dem Scheitern
dieser Schulform gezogen. Die neue Förderstufe sei jedoch als
Einheitsschule geplant und bereite die Schülerinnen und Schüler nicht
differenziert auf die einzelnen Schulformen vor. Gerade die festgestellten
Schwächen der Orientierungsstufe wurden so nicht beseitigt, sondern
fortgeführt. Die Chance auf einen wirklichen Neuanfang im
niedersächsischen Schulwesen werde damit verpasst.
Positiv
bewertete es Rehkopf, dass es im Ergebnis noch gelungen sei, die Anbindung der
Förderstufe an den selbständigen Realschulen und Hauptschulen
durchzusetzen. Dies sei für die Chancengleichheit der Schülerinnen
und Schüler an diesen Schulformen ein gutes Signal. Ebenfalls positiv
bewerte er die Anstrengungen zur Verbesserung der Sprachkompetenz von Kindern
sowie die verstärkte Einführung von Ganztagsschulen. Dies komme nicht
nur den Schülern, sondern auch den Betrieben bei der späteren
Ausbildung zugute.
Jetzt werde es vor allem darauf ankommen, nicht nur
über Strukturen zu reden, sondern die Unterrichtsinhalte und die
Lehrerversorgung zu verbessern. Dies seien, so Rehkopf, die entscheidenen
Voraussetzungen für eine Verbesserung der Ausbildungsreife junger
Menschen.
Hannover, 14.06.2002