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Pressemitteilung 07/02

Nach der Strukturdebatte jetzt endlich über Inhalte reden

"Das ist kein großer Wurf", so kommentierte heute NHT-Präsident Kurt Rehkopf die Verabschiedung des neuen Schulgesetzes durch den Niedersächsischen Landtag. Zwar werde mit der Abschaffung der selbständigen Orientierungsstufe die richtige Konsequenz aus dem Scheitern dieser Schulform gezogen. Die neue Förderstufe sei jedoch als Einheitsschule geplant und bereite die Schülerinnen und Schüler nicht differenziert auf die einzelnen Schulformen vor. Gerade die festgestellten Schwächen der Orientierungsstufe wurden so nicht beseitigt, sondern fortgeführt. Die Chance auf einen wirklichen Neuanfang im niedersächsischen Schulwesen werde damit verpasst.

Positiv bewertete es Rehkopf, dass es im Ergebnis noch gelungen sei, die Anbindung der Förderstufe an den selbständigen Realschulen und Hauptschulen durchzusetzen. Dies sei für die Chancengleichheit der Schülerinnen und Schüler an diesen Schulformen ein gutes Signal. Ebenfalls positiv bewerte er die Anstrengungen zur Verbesserung der Sprachkompetenz von Kindern sowie die verstärkte Einführung von Ganztagsschulen. Dies komme nicht nur den Schülern, sondern auch den Betrieben bei der späteren Ausbildung zugute.

Jetzt werde es vor allem darauf ankommen, nicht nur über Strukturen zu reden, sondern die Unterrichtsinhalte und die Lehrerversorgung zu verbessern. Dies seien, so Rehkopf, die entscheidenen Voraussetzungen für eine Verbesserung der Ausbildungsreife junger Menschen.

Hannover, 14.06.2002