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Im Rahmen einer Feierstunde am Mittwoch, 07. November 2007, fand im Technologiezentrum der Handwerkskammer Lüneburg-Stade die Auszeichnung der diesjährigen 63 Landessiegerinnen und Landessieger des Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerkes in Niedersachsen statt. Dabei wurden 27 Gesellinnen und 36 Gesellen aus unterschiedlichen Berufsgruppen des niedersächsischen Handwerks für ihre hervorragenden Leistungen ausgezeichnet. Dies ist mit 42 % der höchste Frauenanteil an den Jahrgangsbesten aller Zeiten und zeigt, dass Frauen in vielen Handwerksberufen auf dem Vormarsch sind.
In seiner Begrüßungsansprache beglückwünschte der Präsident der Vereinigung der Handwerkskammern Niedersachsen (VHN), Gernot Schmidt, die Landessiegerinnen und Landessieger zu ihrem großartigen Erfolg, der europaweit vorbildhaft sei. Er appellierte an die jungen Menschen, Bildungsbotschafter des Handwerks zu werden, um so frischen Wind in die Ausbildungssysteme anderer Länder zu bringen. So habe das niedersächsische Handwerk in den vergangenen Jahren ein Netzwerk mit Partnern in Norwegen, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Polen, Spanien, Italien und der Türkei geschaffen, das zusammen mit dem Niedersächsischen Zentrum für Internationale Berufsbildung jungen Handwerkerinnen und Handwerkern den Sprung in andere Länder erleichtere. Gerade eine Teilnahme an einem ausländischen Bildungsprogramm, so Schmidt, vermittle stets zusätzliche fachliche, interkulturelle, sprachliche und soziale Kompetenzen und verbessere die Berufschancen. Schmidt wies darauf hin, dass es das niedersächsische Handwerk gewesen sei, dass die ersten Europässe im Jahr 2000 für junge handwerkliche Auszubildende ausstellte, die als Bildungsbotschafter nach Italien gegangen waren.
Die große europaweite Bedeutung des dualen Systems und des Meisterbriefes könne, so Schmidt, auch darin beobachtet werden, dass erst vor wenigen Wochen Brüssel die Berufsanerkennungsrichtlinie geändert habe. Meisterabschlüsse des Handwerks seien höhergestuft worden. Konkret bedeute dies, dass künftig der deutsche Meisterbrief auf einer Stufe stehe mit den Fachhochschulabschlüssen anderer Länder. Dieser hohe Stellenwert mache es nun auch national erforderlich, über Zusatzbezeichnungen zum Meisterbrief nachzudenken. Er begrüße die Überlegungen des Handwerks, den Begriff Bachelor professional als internationale Bezeichnung des Meisterbriefes einzuführen. Er sei sich sicher, dass auch die Niedersächsische Landesregierung das Handwerk bei diesem Thema unterstütze, zumal Niedersachsen das erste Bundesland gewesen sei, das Handwerksmeistern den uneingeschränkten Zugang zu den Hochschulen dieses Landes ermöglichte.
An die Landessiegerinnen und Landessieger gewandt, appellierte Schmidt, die nun offen stehenden beruflichen Möglichkeiten zu nutzen. Deshalb sei es das Gebot der Stunde, alle sich bietenden Chancen zu ergreifen und damit für sich, aber auch für Niedersachsen und Deutschland eine solide wirtschaftliche Grundlage zu legen. Als Landessiegerin oder Landessieger, so Schmidt, besitze man dafür die beste Ausgangslage.
Die Liste der Landessiegerinnen und Landessieger 2007 als pdf-Download.
Hannover, 07.11.2007