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Als "missglücktes Modell" bezeichnete heute der Präsident des Niedersächsischen Handwerkstages, Kurt Rehkopf, die Beschlüsse der Bundesregierung zur Reform des Rentenversicherungssystems. Eine mittel- und langfristige Steigerung der Beitragssätze sei vorprogrammiert. Die angekündigte Absenkung der Rentenbeiträge um 0,2% im kommenden Jahr dürfte nicht den Blick für längerfristige Entwicklung versperren. Besonders negativ sei die Einführung eines Tarifvorbehalts zu beurteilen, durch den der Druck auf die Tarifvertragsparteien verschärft werde. Die Aussage des Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Dieter Schulte: "Eine Senkung der gesetzlichen Lohnnebenkosten werde es mit uns nicht geben", zeige, dass Teile der Gewerkschaften offensichtlich immer noch nicht erkannt hätten, welche dramatischen Auswirkungen die zu hohen Kosten der Arbeit für weite Teile der Wirtschaft hätten. Dies gelte gerade für einen Wirtschaftsbereich wie das Handwerk, der standortbezogen sei.
Präsident Rehkopf: "Ohne deutliche Senkung der Lohnzusatzkosten als Teil der hohen Arbeitskosten wird es keine durchgreifende Aufwärtsentwicklung im Handwerk geben. Die beschlossene Rentenreform ist dabei keine Hilfe."
Hannover, 16.11.2000