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Als aus dem Märchenbuch des Bundeswirtschaftsministers stammende Halbwahrheiten bezeichnet NHT-Präsident Kurt Rehkopf die derzeit bundesweit laufende Anzeigenkampagne des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit. Zwei Jahre Agenda 2010, so Rehkopf, seien keine Erfolgsgeschichte, sondern stehen für Qualifikationsverluste und ein deutliches Sinken der Ausbildungsquote in Handwerksberufen. Beispielhaft am Beruf des Fliesen-, Platten- und Mosaiklegers, der seit dem 01.01.2004 von jedermann ausgeübt werden kann und der in den vergangenen Wochen im Hinblick auf polnische Scheinselbständige immer wieder zitiert wurde, sieht die Situation in Niedersachsen folgendermaßen aus:
Diese Zahlen, so Rehkopf, seien keine Erfolgsstory, sondern ein Beispiel für Dequalifizierung und Ausbildungsplatzverluste in einem bis 2003 gesundem Handwerk. Die Zeche zahlen vor allem, so Rehkopf, die niedersächsischen Jugendlichen, die noch einen Ausbildungsplatz suchen würden. Den eins ist sicher, Ich-AGs und polnische Scheinselbständige bilden Jugendliche nicht aus. Dies sei leider die bittere Wahrheit, die hinter der sogenannten Erfolgsstory der Agenda 2010 stehe.
Hannover, 21.07.2005