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Pressemitteilung 09/01
Durch Aussitzen schafft man keine Arbeitsplätze - Steuerreform
muss auf das Jahr 2002 vorgezogen werden -
Mit großer Sorge
sieht auch das Niedersächsische Handwerk die jüngsten
Arbeitsmarktdaten. Der Präsident des Niedersächsischen Handwerkstages
(NHT), Kurt Rehkopf, wies in diesem Zusammenhang heute darauf hin, dass
Prognosekorrekturen, Gewinnerwartungen, Insolvenzmeldungen und
Arbeitsmarktdaten die Stimmungslage in der Wirtschaft seit Monaten
dämpfen. Im Jahr 2000 seien die Beschäftigtenzahlen allein im
niedersächsischen Handwerk bereits um 3,3 % auf 518.000
zurückgegangen. Auch die Zahl der Betriebsauflösungen aus
wirtschaftlichen Gründen sei im Handwerk spürbar angezogen. Die
Bundesregierung sei deshalb gefordert, jetzt zu handeln. Nicht Ruhe sei jetzt
erste Bürgerpflicht, sondern wirtschafts- und finanzpolitisches Handeln.
Der Kanzler müsse gelegentlich auch zurückstecken können und auf
die Fachwelt hören, um eine Wende auf dem Arbeitsmarkt einzuleiten.
Präsident Rehkopf forderte deshalb das Vorziehen der 2. und 3. Stufe der
Steuerreform auf das Jahr 2002. Dieses würde einen Entlastungseffekt von
65 Milliarden DM für die gesamte Wirtschaft bringen. Davon würden
nicht nur die Unternehmen, sondern auch die Verbraucher profitieren. Damit
würde die Bundesregierung auch ein Signal setzen für eine neue
Aufbruchstimmung.
Auch von der Niedersächsischen Landesregierung
erwarte das Handwerk, dass sie sich für eine solche Politik einsetze.
Schließlich habe man erst vor wenigen Tagen im Rahmen der 2.
Fortschreibung des Ganzheitlichen Mittelstandskonzeptes die Vereinbarung
getroffen, dass weitere Steuerentlastungen, insbesondere für
Personenunternehmen, anzustreben seien. Für einen solchen Vorstoß
hätte Ministerpräsident Gabriel die Unterstützung des Handwerks.
Die mittelfristige Haushaltskonsolidierung, die die Bundesregierung
richtigerweise betreibe, werde dadurch nicht in Frage gestellt.
Hannover, 05.07.2001