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Pressemitteilung 10/05

Landessiegerehrung im Praktischen Leistungswettbewerb der Handwerksjugend 2005 in Oldenburg

AIm Rahmen einer Feierstunde am Dienstag, 01. November 2005, fand in der Weser-Ems-Halle in Oldenburg die Auszeichnung der diesjährigen 66 Landessiegerinnen und Landessieger im Praktischen Leistungswettbewerb der Handwerksjugend in Niedersachsen statt. Dabei wurden 26 Gesellinnen und 40 Gesellen aus unterschiedlichen Berufsgruppen des niedersächsischen Handwerks für ihre hervorragenden Leistungen ausgezeichnet. Zwei dieser Jugendlichen erhielten zusätzlich einen Sonderpreis in Form eines Auslandsstipendiums durch den Carl-Duisberg-Fördererkreis. Ziel dieser Stipendien ist es, junge Menschen zu motivieren, verstärkt im Rahmen ihrer Ausbildung über Auslandsaufenthalte nachzudenken und in anderen Ländern Erfahrungen zu sammeln.

In seiner Begrüßungsansprache beglückwünschte der Präsident der Vereinigung der Handwerkskammern Niedersachsen (VHN), Gernot Schmidt, die Landessiegerinnen und Landessieger zu ihrem großartigen Erfolg, der ganz entscheidend auf Engagement und Leistungsbereitschaft beruhe. Schmidt wies darauf hin, dass die Landessieger gemäß dem Motto der Veranstaltung "Leistung sichert Zukunft" ihre Ausbildung absolviert hätten. Es gebe, so Schmidt, kaum ein zweites Motto, das in nur drei Worten die Erfolgsformel umschreibe, die heute und noch vielmehr morgen kennzeichnend sei für erfolgreiche Wirtschaftsstandorte. Gerade vor dem Hintergrund des demographischen Wandels werde bereits bis zum Jahr 2010 die Nachfrage nach gering qualifizierten Arbeitskräften bundesweit um 1,5 Mio. zurückgehen. Dem gegenüber werde der Bedarf an qualifizierten Fachkräften immer weiter ansteigen. Deutschland als Hochlohnland könne mittel- und langfristig nur mit Produkten und Dienstleistungen bestehen, die von Fachleuten, wie es die Landessiegerinnen und Landessieger seien, hergestellt werden.

Der demographische Wandel in den nächsten Jahren und Jahrzehnten werde in vielerlei Hinsicht die Arbeitswelt sowohl auf Arbeitgeber- als auch auf Arbeitnehmerseite verändern. Die Abnahme jüngerer Arbeitskräfte und die Zunahmen älterer Belegschaften in den Betrieben werde dazu führen, dass die Bereiche Fort- und Weiterbildung, Höherqualifizierung und lebenslanges Lernen einen größeren Stellenwert erhalten. Landesregierung und Handwerk, so Schmidt, seien aufgerufen, sich über diese Fort- und Weiterbildungsaktivitäten der Zukunft zu verständigen. Eine Weiterbildungsoffensive für den Mittelstand sei erforderlich. Die Betriebe hingegen müssten sich auf eine stärkere Konkurrenz der Wirtschaft um qualifizierten Nachwuchs und Facharbeitskräfte einstellen. Es werde der Betrieb aus diesem Konkurrenzkampf als Sieger hervorgehen, der seinen Mitarbeitern innerbetrieblich einen optimalen Arbeitsrahmen biete. Dazu gehörten insbesondere die Bereitstellung von Qualifizierungsmaßnahmen, innerbetriebliche Aufstiegsmöglichkeiten oder die eigene Nachwuchsausbildung. Daher appelliere er auch an dieser Stelle an alle Betriebsinhaber, mit den Ausbildungsbemühungen nicht nachzulassen, so schwer dies angesichts der wirtschaftlichen Probleme in diesem Land auch sei.

An die Landessiegerinnen und Landessieger appellierte Präsident Schmidt, sich durch wenig zielführende öffentliche Diskussionen und die Perspektivlosigkeit der Verantwortlichen nicht verunsichern zu lassen, sondern jetzt und heute die sich ihnen bietenden Chancen zu ergreifen und die Zukunft Niedersachsens und Deutschlands zu sichern.

Hannover, 01.11.2005