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Im Rahmen seiner Mitgliederversammlung am 27.06.2002 hat der Niedersächsische Handwerkstag weiteren Handlungsbedarf im niedersächsischen Schulwesen angemahnt. Die Ergebnisse des Ländervergleichs innerhalb der PISA Studie hätten nach-gewiesen, dass sich Niedersachsen insbesondere bei den Haupt- und Realschulen am unteren Ende der Länderskala befinde. Diese negative Entwicklung beeinträchtige die Ausbildungs- und Berufsreife der Absolventinnen und Absolventen dieser Schulformen und verschlechtere auch die Wettbewerbssituation der niedersächsischen Wirtschaft. Die Mitgliederversammlung sei sich deshalb einig gewesen, so NHT-Präsident Kurt Rehkopf, dass auch nach der in der letzten Woche beschlossenen Schulstrukturreform weiterer Handlungsbedarf im niedersächsischen Schulwesen bestehe. Insbesondere müsse es jetzt darum gehen, die Lehrerversorgung an Haupt- und Realschulen deutlich zu verbessern, um Unterrichtsausfall zu vermeiden. Auch regelmäßige landesweit einheitliche Leistungsvergleiche und Abschlussprüfungen an allen Schulformen müssten konsequent eingeführt werden. Die bisherigen Maßnahmen seien als wirksamer Leistungsnachweis unzureichend. Schließlich sei der Landesgesetzgeber auch aufgefordert, baldmöglichst die falsche Entscheidung für eine Einheitsförderstufe zu korrigieren und dem erfolgreichen Beispiel süddeutscher Länder zu folgen, die bereits ab Klasse 5 zielgerichtet und differenziert auf die einzelnen Bildungsgänge vorbereiten.
Hannover, 28.06.2002