 |
Aktuell |
Pressemitteilung 11/03
Nach Reformkompromiss Hoffnung auf Aufschwung im Handwerk
Positive Impulse für die Handwerkskonjunktur erwartet der
Präsident des Niedersächsischen Handwerkstages (NHT), Kurt Rehkopf,
für das kommende Jahr. Das Vorziehen der Steuerreform und die damit
verbundene Entlastung der Verbraucher und der Unternehmen in Höhe von
7,8 Milliarden Euro im Jahr 2004 unter gleichzeitiger Begrenzung der
Neuverschuldung sei ein pragmatischer Kompromiss. Das Entlastungssignal werde
die psychologische Wirkung für Verbraucher und Unternehmen nicht
verfehlen.
Das Handwerk unterstütze auch die finanziellen
Hilfen für die Kommunen, ohne dadurch die Gewerbesteuer auszuweiten.
Insbesondere die Einbeziehung ertragsunabhängiger Elemente in die
Gewerbesteuer wäre sehr kontraproduktiv gewesen.
Positiv bewertete
Rehkopf auch die zusätzlichen Erleichterungen im Bereich des
Arbeitsmarktes. Die Geltung des Kündigungsschutzes für Betriebe
mit mehr als 10 Beschäftigten könne dazu führen, dass Betriebe
in Zukunft besser und schneller auf Nachfrageentwicklungen reagieren
könnten.
Beim Subventionsabbau hätte sich das
Handwerk, so Rekopf, noch mutigere Schritte erhofft. Leider sei es nicht
möglich gewesen, im Zuge dieser Verhandlungen bei der Eigenheimzulage zu
einer Umstrukturierung zu kommen. Durch die Koppelung der Förderung an die
Vorlage von Rechnungen hätte man erreichen können, dass
ausschließlich legale Arbeit gefördert und dadurch mehr
Rückflüsse an Steuern und Abgaben möglich gewesen wären.
Deutschland befinde sich, so Rehkopf erst am Beginn eines
tiefgreifenden Reformprozesses. Der jetzt gefundene Kompromiss sei der Beginn
einer Politik zur Wiedergewinnung von Vertrauen und zur Stärkung der
Wirtschaftskraft. Das niedersächsische Handwerk halte allerdings an
seiner politischen Leitlinie für die kommenden Jahre fest:
- Verzicht auf jegliche Steuererhöhungen für 5
Jahre
- Reduzierung aller Subventionen in den nächsten 5
Jahren um insgesamt 50 %, d. h. 10 % pro Jahr
- Rückführung der Sozialversicherungsbeiträge
in den nächsten 5 Jahren um mindestens 10 Prozentpunkte
- Augenmaß bei den Lohn- und Gehaltsverhandlungen.
Hannover, 15.12.2003