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Aktuell |
Die große Koalition hat ihr Klassenziel mit der
vorliegenden Koalitionsvereinbarung nicht erreicht. Für das Handwerk
wesentliche Reformvorhaben werden ausgeklammert und auf die Zukunft verschoben.
Dazu gehörten die grundlegende Sanierung der Sozialversicherungssysteme,
wie z. B. des Gesundheitswesens, eine umfassende Unternehmenssteuerreform sowie
die Neuregelung der Finanzbeziehungen zwischen Bund und Ländern im Rahmen
einer wirklichen Föderalismusreform.
Wie der Präsident
des NHT, Kurt Rehkopf, heute mitteilte, gehe als wesentliches Signal von dieser
Vereinbarung die Erhöhung von Steuern aus. Dies erschüttere die
Glaubwürdigkeit in die Politik weiter und erhöhe unter dem Strich die
Arbeitskosten und damit die Schwarzarbeit in Deutschland.
Rehkopf
betonte, dass durch diese Steuererhöhungen und verschobenen Reformprozesse
einige positive Weichenstellungen, wie ein Investitionsprogramm, die
Absetzbarkeit von Handwerkerrechnungen und die Lockerung des
Kündigungsschutzes überlagert würden. Eine grundlegende Erholung
des Binnenmarktes, die Voraussetzung für einen Aufschwung im Handwerk sei,
könne nicht erwartet werden.
Hannover, 13.11.2005