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Das wachsende Vertrauen in eine politisch handlungsfähige
Bundesregierung ist das Hoffnungszeichen für das Handwerk mit seinen fast
75.000 Betrieben in Niedersachsen im Jahr 2006, betont Kurt Rehkopf,
Präsident des Niedersächsischen Handwerkstages (NHT) in seinem
Ausblick auf das neue Jahr. Die Anzeichen für eine spürbare
Entspannung der weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Lage haben sich in der
jüngsten Konjunkturmeldung verdichtet. Gerade die industrienahen
Handwerksbereiche, wie Metallbauer und Feinwerkmechaniker befinden sich im
Aufwind. Jetzt müssen, so Rehkopf, die Weichen für ein
Überschwappen der gesamtwirtschaftlichen Konjunkturbelebung auf die breite
Binnenwirtschaft gesetzt werden. Nur so werden Arbeitsplätze gehalten und
neue geschaffen.
Noch ist gerade in den konsumnahen
Wirtschaftsbereichen, wie dem Handwerk, die Stimmungslage gespalten. Steigende
Energiepreise und die Furcht vor weiter wachsenden
Sozialversicherungsbeiträgen wirken als Konjunkturbremse. Die steuerliche
Absetzbarkeit von Handwerkerrechnungen ist zwar im Grundsatz positiv, sie wird
aber allein nicht reichen, um eine substanzielle Nachfragebelebung zu
stimulieren. Die durch die angekündigte Mehrwertsteuererhöhung in das
Jahr 2006 vorgezogene Verbrauchernachfrage wird sich als ein kurzes Strohfeuer
erweisen.
Rehkopf betont, dass die Bundesregierung nun alle
Reformanstrengungen auf eine nachhaltige Senkung der
Sozialversicherungsbeiträge konzentrieren und auf jede Steuererhöhung
verzichten sollte. Auch die Mehrwertsteuererhöhung muss 2007 neu auf den
Prüfstand gestellt werden, gerade, weil sie nicht vollständig zur
Senkung der Arbeitskosten, sondern zum Stopfen von Haushaltslöchern
verwendet werden soll. Die niedersächsische Landesregierung handelt mit
ihrer Absage an die Mehrwertsteuererhöhung genau richtig. Das Handwerk
wird sich im nächsten Jahr mit der Landesregierung für die Streichung
dieser Steuererhöhungspläne einsetzen.
Hannover, 29.12.2005