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Pressemitteilung 15/02

Absage an Erbschafts- und Vermögenssteuererhöhungen
- Generationswechsel im Mittelstand nicht belasten -

Die Diskussion um Steuererhöhungen sei nicht mehr nachvollziehbar, so Kurt Rehkopf, Präsident des Niedersächsischen Handwerkstages (NHT)mit Blick auf den Vorstoß des Ministerpräsidenten Gabriel. Die Erbschaftssteuer sei gerade mit Blick auf den anstehenden Generationswechsel in den bundesweit ca. 200.000 Betrieben des Mittelstandes und auch speziell des Handwerks ein sehr sensibles Thema. Im Rahmen einer vom Land Niedersachsen selbst in Auftrag gegebenen Untersuchung zum Thema.

Generationswechsel im Handwerk sei deutlich geworden, dass die Finanzierung eines der größten Probleme im Übergabeprozess darstelle. Natürlich stelle der Betrieb auch einen Teil der Altersversorgung des Übergebers dar. Der Übergeber habe in die Substanz des Unternehmens investiert, um Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern. Auch gegenwärtig stehe vor dem Hintergrund der schwierigen konjunkturellen Lage bei den meisten Betriebsinhabern die Stärkung der Betriebssubstanz im Vordergrund. Wenn die Altersversorgung nicht ausreiche, komme es nicht zum Generationswechsel. Mit Blick auf die dadurch gefährdeten Arbeitsplätze sei es unverantwortlich, den Übergeber und letztlich damit indirekt auch den Übernehmer durch zusätzliche Steuern zu belasten. Auch mit Blick auf die Vermögenssteuer müsse man sich doch sehr wundern. Ihre Streichung sei über eine höhere Grunderwerbssteuer sowie einer höheren Erbschaftssteuer bereits "gegenfinanziert" worden.

Die Leistungsbereitschaft in unserer Gesellschaft dürfe nicht bestraft werden, sonst werde sie zwangsläufig zurückgefahren. Steuererhöhungen seien wenig innovativ. Auch ein Unternehmen könne in schwierigen Zeiten nicht mit Preiserhöhungen am Markt agieren, sondern müsse rationalisieren und nach neuen innovativen Wegen suchen. Ein wenig mehr Zurückhaltung in der Steuererhöhungsdebatte würde sich das Handwerk in Niedersachsen wünschen, so Rehkopf.

Hannover, 02.10.2002