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Pressemitteilung 16/01
Ideologen dürfen vernünftige Schulstrukturreform nicht
verhindern
Vor falschen Weichenstellungen bei der anstehenden
Schulstrukturreform warnt der Niedersächsische Handwerkstag.
NHT
Präsident Kurt Rehkopf verwies heute auf die dringend notwendigen
Kurskorrekturen in der niedersächsischen Schulpolitik. Im Abstand von
wenigen Tagen hätten das von der Landesregierung in Auftrag gegebene
Schulstrukturgutachten und die Ergebnisse aus der Pisa Untersuchung den
Handlungsbedarf deutlich gemacht. Die gesamte Schulpolitik müsse sich
stärker an dem Leistungskriterium und der Orientierung an den
Bedürfnissen der Arbeitswelt ausrichten. Alle Schulformen müssten
sich stärker um eine begabungsgerechte Förderung und Forderung der
jungen Menschen kümmern und damit auch die Ausbildungs- und Berufsreife
verbessern. Die Ausbildungsbetriebe des Handwerks hätten schon seit Jahren
auf bestehende Defizite hingewiesen. Jetzt müsse die Landesregierung
endlich handeln. Dazu gehöre der schnelle Ausstieg aus der
schulformunabhängigen Orientierungsstufe und die Einrichtung von
schulformbezogenen Förderstufen. Die von Teilen der SPD ins Gespräch
gebrachten Gesamtschulen entsprächen nicht den künftigen
Erfordernissen der Arbeitswelt und den Erwartungen der Wirtschaft. Der NHT
Präsident drückte die Hoffnung aus, dass sich die Landesregierung bei
den anstehenden Entscheidungen von Sachargumenten und nicht von den
Ratschlägen der Ideologen aus den eigenen Reihen leiten lassen werde.
Hannover, 10.12.2001