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Im Rahmen einer Feierstunde am Mittwoch, 23. Oktober 2002, in
Hildesheim fand die Auszeichnung der diesjährigen 61 Landessiegerinnen und
Landessieger im Praktischen Leistungswettbewerb der Handwerksjugend in
Niedersachsen statt. Dabei wurden 23 Gesellinnen und 38 Gesellen aus
unterschiedlichen Berufsgruppen des niedersächsischen Handwerks für
hervorragende Leistungen ausgezeichnet. Für besondere Leistungen erhielten
4 Jugendliche zusätzlich einen Sonderpreis in Form eines
Auslandsstipendiums durch den Carl-Duisberg-Fördererkreis. Ebenfalls
geehrt wurden 4 Ausbildungsbetriebe für ihr langjähriges
erfolgreiches Engagement bei der Ausbildung junger Menschen.
In
seiner Begrüßungsansprache beglückwünschte der
Präsident der Vereinigung der Handwerkskammern Niedersachsen (VHN),
Gernot Schmidt, die Landessiegerinnen und Landessieger sowohl für ihre
Leistungen als auch für ihre Entscheidung, einen handwerklichen Beruf zu
erlernen. Mit ihren Leistungen seien sie die Besten in ihrem Beruf geworden und
hätten damit einen wichtigen Schritt auf der Karriereleiter des Handwerks
bereits zurückgelegt.
Präsident Schmidt erinnerte aber auch
daran, dass Leistungsbereitschaft junger Menschen nur dann entstehen
könne sei, wenn der Staat gleichzeitig auch bereit sei, diese Leistung zu
belohnen. Dies sei zur Zeit aber immer weniger der Fall:
-
Leistungsträger würden zunehmend durch höhere Sozialabgaben und
Steuern bestraft.
- Legale Arbeit sei durch die zu hohen Steuern und
Abgaben kaum noch bezahlbar. Dieser Umstand fördere nur der
Schattenwirtschaft.
- Gerade Leistungsträger seien oft durch
bürokratische Fesseln in ihrer Entfaltung besonders behindert.
- Das
handwerkliche Aus- und Weiterbildungssystem mit dem Meisterbrief an der Spitze
werde zunehmend mit sehr fragwürdigen Argumenten gefährdet.
An die Landessiegerinnen und -sieger gerichtet, appellierte
Präsident Schmidt, die Siegerurkunden auch als eine persönliche
Verpflichtung zu bewerten, die bereits erworbenen Fähigkeiten auszubauen
und den Weg des Handwerks in Zukunft aktiv zu begleiten. Durch den Sieg im
Landeswettbewerb der Handwerksjugend seien sie die Leistungs- und
Hoffnungsträger der Handwerksgemeinschaft. Es handele sich um eine
Gemeinschaft, die geprägt sei durch menschliche Arbeitsformen und soziale
Informationen, eine Gemeinschaft, die sich durch hohe Qualität und
nachhaltiges Wirtschaften für die Umwelt auszeichne, eine Gemeinschaft,
die größere Nähe zum Kunden habe als jede andere und die
geprägt sei durch ein hohes Maß an Eigenverantwortung.
Für die Teilnahme an der Bundessiegerehrung im Praktischen
Leistungswettbewerb am 30. November 2002 in Leipzig wünschte
Präsident Schmidt den jungen Menschen alles Gute und viel Erfolg auf der
Karriereleiter des Handwerks.
Hannover, 23.10.2002