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Pressemitteilung 16/02

Landessiegerehrung im Praktischen Leistungswettbewerb der Handwerksjugend 2002

Im Rahmen einer Feierstunde am Mittwoch, 23. Oktober 2002, in Hildesheim fand die Auszeichnung der diesjährigen 61 Landessiegerinnen und Landessieger im Praktischen Leistungswettbewerb der Handwerksjugend in Niedersachsen statt. Dabei wurden 23 Gesellinnen und 38 Gesellen aus unterschiedlichen Berufsgruppen des niedersächsischen Handwerks für hervorragende Leistungen ausgezeichnet. Für besondere Leistungen erhielten 4 Jugendliche zusätzlich einen Sonderpreis in Form eines Auslandsstipendiums durch den Carl-Duisberg-Fördererkreis. Ebenfalls geehrt wurden 4 Ausbildungsbetriebe für ihr langjähriges erfolgreiches Engagement bei der Ausbildung junger Menschen.

In seiner Begrüßungsansprache beglückwünschte der Präsident der Vereinigung der Handwerkskammern Niedersachsen (VHN), Gernot Schmidt, die Landessiegerinnen und Landessieger sowohl für ihre Leistungen als auch für ihre Entscheidung, einen handwerklichen Beruf zu erlernen. Mit ihren Leistungen seien sie die Besten in ihrem Beruf geworden und hätten damit einen wichtigen Schritt auf der Karriereleiter des Handwerks bereits zurückgelegt.

Präsident Schmidt erinnerte aber auch daran, dass Leistungsbereitschaft junger Menschen nur dann entstehen könne sei, wenn der Staat gleichzeitig auch bereit sei, diese Leistung zu belohnen. Dies sei zur Zeit aber immer weniger der Fall:

- Leistungsträger würden zunehmend durch höhere Sozialabgaben und Steuern bestraft.
- Legale Arbeit sei durch die zu hohen Steuern und Abgaben kaum noch bezahlbar. Dieser Umstand fördere nur der Schattenwirtschaft.
- Gerade Leistungsträger seien oft durch bürokratische Fesseln in ihrer Entfaltung besonders behindert.
- Das handwerkliche Aus- und Weiterbildungssystem mit dem Meisterbrief an der Spitze werde zunehmend mit sehr fragwürdigen Argumenten gefährdet.

An die Landessiegerinnen und -sieger gerichtet, appellierte Präsident Schmidt, die Siegerurkunden auch als eine persönliche Verpflichtung zu bewerten, die bereits erworbenen Fähigkeiten auszubauen und den Weg des Handwerks in Zukunft aktiv zu begleiten. Durch den Sieg im Landeswettbewerb der Handwerksjugend seien sie die Leistungs- und Hoffnungsträger der Handwerksgemeinschaft. Es handele sich um eine Gemeinschaft, die geprägt sei durch menschliche Arbeitsformen und soziale Informationen, eine Gemeinschaft, die sich durch hohe Qualität und nachhaltiges Wirtschaften für die Umwelt auszeichne, eine Gemeinschaft, die größere Nähe zum Kunden habe als jede andere und die geprägt sei durch ein hohes Maß an Eigenverantwortung.

Für die Teilnahme an der Bundessiegerehrung im Praktischen Leistungswettbewerb am 30. November 2002 in Leipzig wünschte Präsident Schmidt den jungen Menschen alles Gute und viel Erfolg auf der Karriereleiter des Handwerks.

Hannover, 23.10.2002