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Zur Vorstellung des Abschlussberichtes der 4. Regierungskommission
"Umweltmanagement und Kreislaufwirtschaft" äußerte sich heute
Kommissionsmitglied Michael Koch für das niedersächsische
Handwerk. Die Arbeit der 4. Regierungskommission sei aus Sicht des Handwerks
grundsätzlich positiv zu bewerten. Umweltpolitische Veränderungen
seien am besten im Konsens, also unter Beteiligung der gesellschaftlichen
Gruppen vorzunehmen. Die Arbeit in der Kommission habe aber auch gezeigt, dass
umweltpolitische Vorgaben häufig noch zu sehr an den Interessen von
Großbetrieben und zu wenig an den Bedürfnissen kleiner und mittlerer
Unternehmen ausgerichtet seien. Dies entspreche nicht der eigentlichen
wirtschaftlichen Realität, denn kleine und mittlere Unternehmen stellten
99,7 % der Betriebe und 80 % der Beschäftigten. Dieses Problem zeige sich
beispielhaft an der Einführung sog. Umweltmanagementsysteme nach EMAS und
DIN ISO 14000 ff, die mit hohem bürokratischen Aufwand und erheblichen
Kosten verbunden seien. Dies führe zwangsläufig zu einer geringen
Teilnahme kleiner Betriebe an diesen Systemen. Trotz dieser bekannten
Tatsachen sei es in der Kommission nicht gelungen, zu einer neuen und
realitätsbezogeneren Bewertung von Umweltmanagementsystemen zu kommen.
Allerdings habe die Kommission einhellig erkannt, dass auch alternative
Umweltmanagementansätze mit geringeren formalen Anforderungen und Kosten
im Wesentlichen ähnliche positive Effekte erzielen können.
In diesem Sinne engagiere sich auch das niedersächsische Handwerk.
Mit dem Umweltministerium sei inzwischen das Projekt UiH (Umweltmanagement im
Handwerk) vereinbart worden. Dieses Projekt, das am 01.12. im Bezirk der
Handwerkskammer Braunschweig starten werde, verfolge die Ziele:
- ein
individuelles System zu erarbeiten, mit dem eine kontinuierliche Verbesserung
des Umweltschutzes im Betrieb erreicht werden kann
- aufzuzeigen, wie mit
der Durchführung von Umweltschutzmaßnahmen Kosen gespart werden
können
- Know-How zu vermitteln, wie mit Umweltschutz neue Kunden
gewonnen werden können und damit die wirtschaftliche Situation des
Betriebes verbessert werden kann.
Hannover, 02.12.2002