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Aktuell |
Keine frohen Botschaften kommen zum Jahreswechsel aus dem
niedersächsischen Handwerk. Nachdem bereits im laufenden Jahr 15.000 bis
20.000 Arbeitsplätze abgebaut worden seien, würden auch im kommenden
Jahr rückläufige Umsatz- und Auftragserwartungen vorher gesagt. Damit
würden auch die Investitions- und Beschäftigungsplanungen der
Betriebe weiter unter einem negativen Vorzeichen stehen.
Zu Beginn des
Jahres 2003 sei das Handwerk damit in die schlechteste Lage seit dem Ende des
2. Weltkrieges gekommen, so NHT-Präsident Kurt Rehkopf.
Hauptursache dafür sei eine völlig verfehlte Politik, die zu immer
mehr Staatsverschuldung, zu erdrückender Steuer- und Abgabenbelastung
sowie zu einschnürender Bürokratie geführt habe. Die
jüngsten Beschlüsse der Bundesregierung und der Mehrheit des
Bundestages ließen für das Jahr 2003 nichts Gutes erwarten. Die
Arbeit werde durch Beitragserhöhungen der Sozialversicherungssysteme
weiter verteuert. Gleichzeitig hätten die Bürger ab Januar mehrere
100 weniger für den Konsum zur Verfügung. Dies werde wie ein
Programm für mehr Schwarzarbeit wirken, sagte Kurt Rehkopf.
Das
niedersächsische Handwerk werde deshalb am 24. Januar in Hannover auf die
Straße gehen, um eine bessere Politik einzufordern. Nachdem
unzählige politische Gespräche und Stellungnahmen zu keinem
politischen Umdenken geführt hätten, müsse man nun auch den Weg
dieses Protestes wählen, um endlich Gehör zu finden. Rehkopf rief
abschließend Arbeitgeber und Arbeitnehmer des gesamten Handwerk dazu auf,
am 24. Januar geschlossen für notwendige Reformen zu demonstrieren.
Hannover, 30.12.2002